Manfred Utsch ist verstorben.

Siegen. Im Alter von 85 Jahren ist am 1. Juni 2021 der langjährige Firmenlenker und Eigentümer der Erich Utsch AG, Herr Manfred Utsch, nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.

„Mit Manfred Utsch verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit, die ihr Unternehmen, ihre Branche und ihre Heimatregion buchstäblich geprägt hat: Als Unternehmer und nicht zuletzt als Förderer des heimischen Fußballs und der Jugend“ so Dominic Höffgen, CEO der Erich Utsch AG. „Er hat mit Ausdauer, Vision und viel Geschick aus einem kleinen Familienunternehmen einen global operierenden Branchen- und Technologieführer gemacht, der heute mehr als 1.000 Menschen weltweit beschäftigt.“ 

Der Weg dahin war beileibe nicht vorgezeichnet. Erich Utsch hatte das Unternehmen 1961 gegründet, da er in der zunehmenden Motorisierung der Nachkriegszeit im Kennzeichenmarkt eine geschäftliche Chance sah. Die Anfänge waren bescheiden, die erste Prägepresse war eine umgebaute Weinpresse. Doch es ging schnell bergauf, ab 1963 stieg man auch in den Maschinenbau ein. Sohn Manfred, bis dahin als Schuhverkäufer tätig, engagierte sich ab 1965 mehr und mehr im elterlichen Betrieb.  

Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1969 übernahm Sohn Manfred die Führung des Unternehmens und erschloss nun nach und nach persönlich einen ausländischen Markt nach dem anderen. Damit war der Grundstein gelegt für das rasante Wachstum des Unternehmens in den folgenden Jahrzehnten.   

Im Jahr 2001 wurde aus der Erich Utsch KG die Erich Utsch AG, deren Hauptaktionär Manfred Utsch wurde. Nachdem er den Übergang zunächst als CEO begleitet und gestaltet hatte, wechselte er 2003 in den Aufsichtsrat, den er lange Jahre als Vorsitzender leitete. 2016 entschloss er sich dann, seine Aktienmehrheit zu verkaufen. 

Er selber betonte damals, dass es für ihn entscheidend war, das Unternehmen „in gute Hände zu geben“ und den Fortbestand des Standortes Siegen und der dortigen Arbeitsplätze zu gewährleisten. Dass sein Unternehmen letztlich an die jetzigen Eigentümer Ian George und Anders Eriksson ging, erfüllte ihn anlässlich seines letzten öffentlichen Auftritts vor der Belegschaft der Erich Utsch AG im August 2016 sichtlich mit Stolz und Freude. 

Für den Betriebsrat der Erich Utsch AG stellt dessen Vorsitzender, Thorsten Görg, die Nachhaltigkeit dieser letzten unternehmerischen Entscheidung wie folgt dar: „Für uns alle war es natürlich ein großes Glück, dass Manfred Utsch an dieser Stelle noch einmal strategisch die Weichen für die Zukunft gestellt hat. Das Unternehmen ist sein Vermächtnis und wir werden es in seinem Sinne und seinem Gedenken fortführen. Wir alle sind ihm zu Dank verpflichtet für ein Lebenswerk, das mittlerweile seit 60 Jahren so vielen Menschen einen sicheren Arbeitsplatz und damit eine sichere Zukunft ermöglicht hat. Er wird uns allen in guter Erinnerung bleiben“. Dies gelte laut Dominic Höffgen selbstverständlich auch für das zweite, Manfred Utsch besonders am Herzen gelegene Lebenswerk, die Sport- und Jugendstiftung „Anstoß zum Leben“, deren Förderer die Erich Utsch AG auch zukünftig bleiben wird.